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Sportnation Deutschland: mehr Mut zeigen

Deutschland ist eine Sportnation!
Welt- und Europameisterschaften haben Begeisterung ausgelöst, die Fan-Meilen gefüllt und Deutschlands Bild in der Welt neu geprägt.
Wir waren und sind gute Gastgeber!
Doch seit langem haben sich dunkle Wolken über das Thema Olympische Spiele gelegt, die öffentliche Meinung beeinflusst.
Korruption, Intransparenz, Sportbetrug in Verbindung mit Doping haben dem Ansehen des grössten Sportereignis der Welt schweren Schaden zugefügt. Wasser auf die Mühlen derjenigen, die aus
ideologischen Gründen Olympia in Deutschland ohnehin nicht wollen.

Dem tritt der DOSB jetzt mutig entgegen mit der Ankündigung, sich für die Olympiabewerbung Deutschlands für die Spiele 2032 einzusetzen.
Im Dezember dieses Jahres soll das auf einem Verbandstag beschlossen werden.
Austragungsort soll die Region Rhein/Ruhr sein. Berlin bleibt aussen vor mit der Begründung, die deutsche Hauptstadt würde zeitlich zu weit zurück liegen. Eine Einschätzung, die zu hinterfragen wäre.
Richtig ist, dass für Rhein/Ruhr durch die private Initiative des Sport- und Event-Managers Michael Mronz seit zwei Jahren eine wichtige Vorarbeit geleistet wurde.
Die Region wurde vorgestellt mit ihren Vereinen, Sportstätten, Infrastruktur, was nach Einschätzung des DOSB zu einer positiven Grundstimmung geführt habe.

Berlin hat hier erheblichen Nachholbedarf!
Doch angesichts der Bewerbungsabgabe beim IOC 2025 bliebe noch Zeit, sich zu präsentieren und die notwendige Vorarbeit zu leisten, zumal für Sport und Infrastruktur gute Voraussetzungen in der deutschen Hauptstadt bestehen.

Berlin stünde bereit, sagt der Berliner Senat. Die Stadt würde die Spiele neu denken, um sie im Verbund mit anderen Städten und Regionen auszurichten. Ein guter, nach vorne gerichteter Ansatz, dem man aber auch nachkommen müsste, möglicherweise ebenfalls unterstützt durch eine private Initiative.

Wo und wie auch immer Olympische Spiele in Deutschland stattfinden , man muss die Menschen mitnehmen, sie vom Wert der Werte des Sports überzeugen. Sie können Klebstoff sein, in einer teilweise zerrissenen Gesellschaft. Und, sie gäben der Stadt, der Region einen großen Schub für
Infrastruktur und Wirtschaft.
Die Sportnation Deutschland sollte Mut zeigen, das größte Sportereignis der Welt ins Land zu holen, saubere, transparente, fröhliche Spiele!
Ein neues Sommermärchen!
Eine Bewerbung für 2032 ist möglich, ebenso für 2036 – und dann in Berlin.
Gerade dieses Datum, 100 Jahre nach den von Hitler und den Nazis pervertierten und missbrauchten Spielen, hätte Deutschland eine herausragende Gelegenheit, der Welt ein anderes, weltoffenes,
demokratisches Gesicht zu zeigen.
Darüber wird kontrovers diskutiert und gestritten.

Vielleicht sollten die Zweifler sich anhören, was der Präsident des NOK Israels dazu sagt!
Für Igal Carmi würde man „mit Olympischen Spielen 2036 in Berlin eine sehr starke Botschaft in die Welt senden. Eine Botschaft von Werten, die bewahrt werden müssen“.
Dem ist nichts hinzuzufügen.

von Hans-Joachim Lorenz

Foto: picture alliance / Michael Weber

Hans-Joachim Lorenz ist Vizepräsident Kommunikation / Werbung der Deutschen Olympischen Gesellschaft e.V. (DOG)

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