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70  Jahre Deutsche Olympische Gesellschaft

Die Deutsche Olympische Gesellschaft (DOG) feiert ihr 70-jähriges Bestehen. Am 05. Januar 1951 wurde die DOG im Frankfurter Senckenberg-Museum gegründet. Dr. Georg von Opel wurde von der Versammlung einstimmig zum ersten Präsidenten der Deutschen Olympischen Gesellschaft gewählt. Die damals gegründete Fördergesellschaft hatte sich das Ziel gesetzt, in der wirtschaftlich schwierigen Zeit der beginnenden 1950er Jahre binnen kürzester Zeit Gelder zu sammeln und Mitglieder zu gewinnen, damit Deutschland nach 16-jähriger Abstinenz an den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki und Oslo teilnehmen konnte.

“Seit 70 Jahren präsentiert sich die Deutsche Olympische Gesellschaft als Vermittler und insbesondere als Wahrer des Olympischen Gedankens. Im Wissen um die Bedeutung von Sport und Bewegung hat die DOG in diesen sieben Jahrzehnten eine Vielzahl von Projekten angestoßen, die ihre Wirkung in und für die Gesellschaft nicht verfehlt haben”, schreibt Dagmar Freitag, die Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestag, in ihrem Grußwort zum DOG-Jubiläum.

“Mit einem gewissen Stolz können wir auf die 70-jährige Geschichte der DOG und das in diesen Jahrzehnten Erreichte zurückblicken. Mindestens ebenso wichtig ist jedoch der Blick in die Zukunft. Die Olympische Wertevermittlung und die Fair Play-Initiative sind unsere Kernaufgaben für die kommenden Jahre. Wir wollen die Bewegung von Kindern und Jugendlichen fördern und deren Interesse für die integrativen Werte des Sports wie Toleranz, Respekt, Leistung und Fairness wecken. Auf diese Themen werden wir unseren Fokus richten, zum Wohl des Sports und der Gesellschaft“, sagt DOG-Präsident Peter von Löbbecke.

In den ersten 20 Jahren nach der Gründung stellte die DOG dem Nationalen Olympischen Komitee (NOK) der Bundesrepublik Deutschland mehr als 3,5 Millionen Mark zur Förderung der Olympiamannschaften zur Verfügung. Mit der Entwicklung des Goldenen Plans setzte die DOG 1959 einen weiteren Meilenstein in Ihrer Geschichte.

Die „Richtlinien für die Schaffung von Erholungs-, Spiel- und Sportanlagen in den Gemeinden mit 5.000 und mehr Einwohnern“ wurden entwickelt. Diese Richtlinien wurden dem Bestand an Übungsstätten für den Sport gegenüber gestellt und somit der Fehlbestand in der ganzen Republik ermittelt. Ein 6,3 Milliarden Mark großer öffentlicher Investitionsbedarf wurde berechnet. Die DOG selbst beteiligte sich mit 4,5 Millionen Mark. Nach 15 Jahren konnte der Plan fast zu 100 Prozent erfüllt werden.

Ein weiterer Höhepunkt: Mit der Gründung der Fair Play-Initiative des deutschen Sports und ihrem Leitsatz „Fair geht vor“ im Jahr 1986 entwickelte der damalige DOG-Präsident Willi Daume eine öffentlichkeitswirksame Aktion, die bis heute Bestand hat. Bundespräsident Dr. Richard von Weizsäcker war Schirmherr der Fair Play-Initiative. Auch Dagmar Freitag würdigt diese Aktion: “Die Fair-Play-Initiative „Fair geht vor“ unter der Federführung der Deutschen Olympischen Gesellschaft war sicher ein Höhepunkt des breiten gesellschafts- und sportpolitischen Engagements der DOG.”

Fotos:

Titelfoto: DOG – Gründungstag der Deutschen Olympischen Gesellschaft am 05. Januar 1951, (v. links n. rechts) Professor Dr. Carl Diem, Dr. Georg von Opel, S.K.H. Adolf Friedrich Herzog von Mecklenburg, Dr. Karl Ritter von Halt.

Beitragsfoto: DOG

One thought

  • Leider hat die D.O.G. nicht an Bedeutung gewonnen, sondern verloren. Die Mitglieder erhalten keine echte Belohnung für ihre Mitgliedschaft.

    M. Hakenmüller

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